Satzung der Hans Sachs Bühne Bergedorf e.V. von 1946

§1 Name und Sitz
§2 Aufgaben des Vereins
§3 Mitgliedschaft
§4 Aufnahme der Mitglieder
§5 Erlöschen der Mitgliedschaft
§6 Rechte der Mitglieder
§7 Pflichten der Mitglieder
§8 Organe
§9 Vorstand
§10 Voll-/Mitgliederversammlung
§11 Kassenprüfer
§12 Misstrauensanträge
§13 Ausscheiden von Vorstandsmitgliedern
§14 Stimmrecht, Wahlen, Abstimmungen und Beschlussfähigkeit
§15 Beitrag
§16 Satzungsänderung
§17 Auflösung
§18 Inkrafttreten der Satzung

§1 Name und Sitz
1. Die Hans Sachs Bühne Bergedorf e.V. von 1946 (nachstehend Verein genannt) hat ihren Sitz in Hamburg.
2. Der Verein ist unter der Nummer 3645 in das Vereinsregister des Amtsgerichts Hamburg eingetragen.

§2 Aufgaben des Vereins
1. Zweck des Vereins ist die Förderung und Verbreitung des von Amateuren gepflegten Bühnenspiels. Er fördert das damit verbundene Brauchtum und die Fortbildung seiner Mitglieder auf schauspielerischem und bühnentechnischem Gebiet.
2. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung, Abschnitt "Gemeinnützige Zwecke". Er verfolgt keine gewerblichen Ziele. Beiträge, Spenden und Zuschüsse finden nur für den satzungsgemäßen Zweck Verwendung.
3. Im Interesse seiner Mitglieder kann der Verein körperschaftliches Mitglied in einem Dachverband und anderen Vereinigungen sein.
4. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
5. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
6. Der Verein ist parteipolitisch und konfessionell ungebunden und neutral.

§3 Mitgliedschaft
1. Mitglieder des Vereins können sowohl natürliche Personen als auch juristische Personen werden, die die Zwecke des Vereins bejahen und sich in ihrem Sinne betätigen wollen. Bei den Mitgliedern werden unterschieden:
a. ordentliche Mitglieder mit vollem Stimmrecht, sofern sie das 16. Lebensjahr vollendet haben
b. fördernde Mitglieder ohne Stimmrecht
2. Mitglied können auch Personen sein, die durch den Vorstand die Ehrenmitgliedschaft zuerkannt bekommen haben.
3. Die für eine Aufführung gewonnenen Nicht-Mitglieder unterwerfen sich für die gesamte Dauer der Inszenierung dieser Satzung. § 7, Absatz 2, Satz 1 und 2 und §15 bleiben unberührt.

§4 Aufnahme der Mitglieder
Die Mitgliedschaft wird durch schriftlichen Antrag an den Vorstand erworben, dieser kann dem Antrag innerhalb von 14 Tagen schriftlich widersprechen. Gegenüber den Mitgliedern ist eine Ablehnung zu begründen. Bei Jugendlichen unter 18 Jahren ist die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters erforderlich.

§5 Erlöschen der Mitgliedschaft
1. Die Mitgliedschaft zum Verein erlischt
a. durch fristgerechten Austritt
b. durch Tod
c. durch Ausschluss
d. durch Auflösung des Vereins
2. Der Austritt muss durch schriftliche Kündigung an den Vorstand erfolgen. Kündigungsfrist: drei Monate zum Quartalsschluss.
3. Eine Ehrenmitgliedschaft kann durch schriftliche Anzeige an den Vorstand fristlos aufgegeben werden.
4. Ausgeschlossen werden kann: a. wer den Interessen des Vereins entgegenhandelt oder sein Ansehen grob fahrlässig oder vorsätzlich schädigt und b. wer trotz Mahnung länger als ein Jahr mit der Zahlung des Beitrags im Rückstand ist.
5. über einen Ausschluss entscheidet der Vorstand mit 2/3 Mehrheit. Die Ausschlussentscheidung ist dem Betroffenen vom Vorsitzenden unter Angabe der Ausschlussgründe schriftlich mitzuteilen.
6. Eine Ausschlussentscheidung ist von der Mitgliederversammlung zu bestätigen.
7. Mit dem Austritt oder Ausschluss verliert das Mitglied jegliche Rechte oder Ansprüche gegenüber dem Verein.

§6 Rechte der Mitglieder
1. Jedes Mitglied hat, soweit es in den Organen des Vereins Stimmrecht hat, das Recht, Anträge einzubringen und gemäß der Satzung Abstimmung zu verlangen.
2. Die Mitglieder genießen Versicherungsschutz im Rahmen der dafür geltenden und vom Verband oder dem Dachverband oder einer anderen Vereinigung, dem der Verein angehört, mit einer Versicherung vereinbarten Bedingungen.
3. Jeder an einer Aufführung Beteiligte kann Auslagenersatz erhalten, soweit es durch die Finanzlage des Vereins möglich ist. Die näheren Richtlinien dazu werden durch Beschluss des Vorstandes festgelegt und bedürfen der Zustimmung der Mitgliederversammlung.
4. Jedes Mitglied hat das Recht, im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten, an Schulungskursen und Lehrgängen teilzunehmen.

§7 Pflichten der Mitglieder
1. Jedes Mitglied ist verpflichtet, sich um die Verwirklichung des Vereinsziels zu bemühen, und den Beitrag termingerecht (s. § 15) zu zahlen.
2. Die Mitglieder üben ihre Tätigkeit im Verein unentgeltlich aus. Für materielle Aufwendungen können Kostenerstattungen geltend gemacht werden, sofern der Vorstand die Zustimmung erteilt.

§8 Organe
Organe des Vereins sind:
a. die Vollversammlung / Jahreshauptversammlung
b. die Mitgliederversammlung
c. der Vorstand

§9 Vorstand
1. Der geschäftsführende Vorstand besteht aus: a. 1. Vorsitzender b. Geschäftsführer c. Kassenwart d. Schriftführer e. Beisitzer
2. 1. Vorsitzender oder Geschäftsführer leiten den Verein. Jeder für sich allein vertritt ihn gerichtlich und ist Vorstand im Sinne des §26BGB, der in das Vereinsregister eingetragen wird. Der Geschäftsführer übernimmt die Leitung des Vereins nur im Falle der Verhinderung des 1. Vorsitzenden; dieses gilt nur vereinsintern.
3. Mitglied im Vorstand kann nur sein, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat und Mitglied gemäß § 3.1 und 3.2 ist. Ist letztere Voraussetzung nicht mehr gegeben endet das Mandat.
4. Mitglieder, die in einem anderen Bühnenverein Vorstandspositionen innehaben, dürfen nicht gewählt werden.
5. Die ordnungsgemäße Erfüllung der Aufgaben des geschäftsführenden Vorstands, des Kassenwartes und des Beisitzers wird durch Vorstandbeschluss geregelt. Der Vorstand ist ermächtigt, ein Mitglied oder mehrere Mitglieder des Vereins zur Vornahme von Rechtsgeschäften und Rechtshandlungen jeder Art für den Verein zu bevollmächtigen.
6. Der Vorstand ist verpflichtet, in alle namens des Vereins abzuschließenden Verträge die Bestimmung aufzunehmen, dass der Verein für die Erfüllung des Vertrages nur mit dem Vereinsvermögen haftet, nicht aber die Vereinsmitglieder als Gesamtschuldner mit ihrem ganzen Vermögen.
7. Die Amtszeit eines Vorstandsmitglieds beträgt drei Jahre.

§10 Voll- / Mitgliederversammlung
1. Die mehrfach im Jahr stattfindenden Mitgliederversammlungen sollen der Information und dem geselligen Beisammensein dienen. Der Mitgliederversammlung obliegt die Zustimmung eines Ausschlusses gemäß §5.6.
2. Die Vollversammlung / Jahreshauptversammlung findet jährlich im ersten Quartal statt. Sie ist unter Einhaltung einer Einladungsfrist von vier Wochen vom Vorsitzenden, unter gleichzeitiger Angabe der Tagesordnung einzuberufen.
2.1. Zwingende Tagesordnungspunkte:
* Geschäftsbericht des Vorstandes
* Kassenbericht des Kassenwarts
* Prüfungsbericht der Kassenprüfer
* Entlastung des Kassenwarts
* Entlastung und Wahl des Vorstands, für den Fall, dass eine Wahl notwendig geworden ist.
* Wahl der Kassenprüfer
3. Außerordentliche Vollversammlungen können auf Verlangen des Vorstands und müssen auf schriftlichen Antrag von mehr als 1/4 der Mitglieder einberufen werden. Die Einberufungsfrist beträgt vier Wochen.
4. Die Leitung der Versammlungen obliegt dem 1. Vorsitzenden oder seinem Vertreter.
5. über alle Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen sind Niederschriften zu fertigen, Beschlüsse sind wörtlich aufzunehmen. Die Protokolle sind vom Versammlungsleiter und Schriftführer zu unterzeichnen.
6. Anträge zur Beschlussfassung können, sofern die Versammlung zustimmt, auch während der Sitzung eingebracht werden.

§11 Kassenprüfer
1. Die Kassenprüfer überzeugen sich nach eigenem Ermessen, jedoch mindestens einmal im Jahr von der Kassenführung. Das Ergebnis der überprüfung ist dem Vorstand schriftlich mitzuteilen. Antrag auf Entlastung des Kassenwarts stellen die Kassenprüfer.
2. Die Kassenprüfer bleiben jeweils zwei Jahre im Amt. Eine Wahl findet turnusmäßig jährlich im Wechsel statt. Eine sofortige Wiederwahl ist nicht zulässig.

§12 Misstrauensanträge
Misstrauensanträge gegen den 1. Vorsitzenden oder ein anderes Vorstandsmitglied bedürfen zu ihrer Behandlung auf einer Vollversammlung
a. der Initiative des Vorstands
b. der Initiative mindestens eines Drittels der anwesenden Stimmberechtigten.
Ein Misstrauensantrag gilt als angenommen, wenn er von einer 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder unterstützt wird. Eine Abberufung des gesamten Vorstands kann nur durch einen mit 3/4 Mehrheit der anwesenden Mitglieder gefassten Beschluss der Vollversammlung erfolgen. Sollte dies der Fall sein, ist auf der gleichen Vollversammlung der gesamte Vorstand neu zu wählen.

§13 Ausscheiden von Vorstandsmitgliedern
1. Scheidet der Vorsitzende während der Amtsperiode aus dem Vorstand aus, übernimmt der Geschäftsführer die Leitung des Vereins bis zur folgenden Vollversammlung, auf der neu zu wählen ist.
2. Nach Ausscheiden eines anderen Vorstandsmitgliedes aus dem Vorstand entscheidet dieser nach eigenem Ermessen über eine kommissarische Besetzung des frei gewordenen Amtes bis zur folgenden Vollversammlung. Eine kommissarische Besetzung von mehr als zwei Posten ist nicht zulässig.

§14 Stimmrecht, Wahlen, Abstimmungen und Beschlussfähigkeit
1. Auf der Vollversammlung und den Mitgliederversammlungen haben die Mitglieder gemäß §3.1 und 3.2 Stimmrecht.
2. Falls die Satzung nichts anderes vorsieht, genügt bei Abstimmung die einfache Mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.
3. Bei der Abstimmung über die Entlastung des Kassenwarts haben die Vorstandsmitglieder kein Stimmrecht.
4.1. Vor der Jahreshauptversammlung hat der amtierende Vorsitzende auf der vorausgehenden Mitgliederversammlung zwei Wahlleiter wählen zu lassen, welche die Wahl zu leiten haben.
4.2. Bei außerordentlichen Vollversammlungen wird der Wahlausschuss am Abend der Versammlung gewählt.
5. Die Wahl kann per Akklamation erfolgen, muss jedoch auf Antrag geheim durchgeführt werden.
6. Bei Stimmengleichheit bei Wahlen zum Vorstand hat eine Stichwahl stattzufinden.
7. Vollversammlung und Mitgliederversammlung sind beschlussfähig, wenn satzungsgemäß eingeladen wurde, sofern die Satzung nichts anderes vorschreibt.
8. Der Vorstand ist nur beschlussfähig, wenn mindestens 2/3 der Vorstandsmitglieder anwesend sind.

§15 Beitrag
1. Die Höhe des Beitrags wird durch die Vollversammlung beschlossen.
2. Ehrenmitglieder sind beitragsfrei.
3. Der Beitrag ist im ersten Quartal eines jeden Jahres auf das Vereinskonto einzuzahlen.
4. Bei Austritt oder Ausschluss besteht die Beitragspflicht bis zum Ablauf der satzungsgemäßen Kündigungsfrist fort.

§16 Satzungsänderung
1. Eine zu beschließende Satzungsänderung muss als Tagungsordnungspunkt in der Einladung bekannt gegeben werden.
2. Eine Satzungsänderung bedarf zu ihrer Gültigkeit einer 3/4 Mehrheit aller anwesenden Mitglieder.

§17 Auflösung
1. Die Auflösung des Vereins kann nur auf zwei zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Vollversammlungen erfolgen. Die zweite Vollversammlung hat spätestens sechs Wochen auf die erste zu folgen.
2. Zur Beschlussfassung ist in beiden Fällen eine 3/4 Mehrheit aller anwesenden Mitglieder erforderlich.
3. Das Vermögen des Vereins fällt bei beschlossener Auflösung an einen oder mehrere gemeinnützige Vereine, welche auf der zweiten außerordentlichen Vollversammlung zur Vereinsauflösung durch einfache Stimmenmehrheit bestimmt werden.

§18 Inkrafttreten der Satzung
Diese Satzung tritt am Tage des Beschlusses durch die Vollversammlung am 13. Mai 2002 unter gleichzeitiger Aufhebung der bisherigen Satzung in Kraft. Hamburg-Bergedorf, den 13. Mai 2002


Stand: 13.07.2013 - Copyright © Hans Sachs Bühne Bergedorf e.V. von 1946