Teilabschrift aus der BZ vom 11.10.2011

Hans Sachs Bühne
Wie Wirtin Moormann Ihre „Moorkate“ retten will

Bergedorf (tv). Gunilla Moormann, Wirtin der Gaststube „Zur Moorkate“, steckt in der Krise. Die Geschäfte laufen schlecht, auch weil sie gegenüber den männlichen Gästen einen ziemlich barschen Umgangston an den Tag legt. Die notorische Trägheit ihrer beiden Mitarbeiter, Kellner Emil Schlurf und Küchenhilfe Luise Mampf, trägt nicht gerade dazu bei, Gunillas Stimmung zu heben. Und dann hat auch noch Brauereibesitzer Heinz Beermann seinen Besuch angedroht, um zu überprüfen, ob der Pachtvertrag verlängert werden kann. Schafft es die Wirtin, dem Getränke-Unternehmer ein intaktes Unternehmen vorzugaukeln, oder kommen dessen Sohn Achim mit seiner Verlobten Rosa ihr auf die Schliche?
Die Antwort erfahren Freunde des plattdeutschen Theaters, wenn sie am Wochenende Hans-Jürgen Schuberts Komödie „ Starkbeer in‘ne Moorkaat“
In einer Inszenierung der Bergedorfer Hans Sachs Bühne im Theater „Haus im Park“ besuchen. Spielleiter Gerald Milinovic probt noch zweimal auf der Bühne der Schule Richard-Linde-Weg, bevor es am Freitag um 19:30 Uhr ernst wird. Dann hat das Stück am Gräpelweg 8 Premiere. Weitere Aufführungen: Sonnabend, 15.Oktober 15:00 und 19:30 Uhr. Karten für acht und zehn Euro unter Tel. 040 2989 8542



Teilabschrift aus der BZ vom 08.08.2011

Umzug mit Sack und Pack
HANS SACHS BÜHNE Fundus lagert jetzt in Neuengamme

Neuengamme (hdt). Da müssen mindestens zwei anpacken: Der riesige, schwere Thron vom „Froschkönig" muss noch mehr in die Ecke des Gewächshauses gerückt werden. Gegenüber hat es sich bereits die Möbelfamilie „gemütlich" gemacht. Schwerter und Degen von „Robin Hood" liegen schon in den Regalen. Töpfe, Kessel und Pfannen und auch die Plastikhühner und -würste von „Max und Moritz" warten dagegen noch auf ihr Plätzchen. Sie alle gehören zum festen Fundus der Bergedorfer Hans Sachs Bühne und ziehen gerade um.
Ein Umzug ist sehr aufwendig, aber auch eine gute Gelegenheit, sich von jahrelang gehorteten „Altlasten" zu befreien. Die Mitglieder der Hans Sachs Bühne Bergedorf ziehen mit ihrem kompletten Theaterfundus aus einer 180 Quadratmeter großen Lagerhalle ~ vom Allermöher Deich in ein ehemaliges Gewächshaus der Firma Udo Sommer an den Neuengammer Hausdeich. Wegen Eigenbedarfs musste die Bühne nach zwölf Jahren am angestammten Ort weichen, hat dafür nun auch mehr Raum und viel Helligkeit.
Zehn Aktive schufteten am Wochenende bei tropischen Temperaturen um 28 Grad im 270 Quadratmeter großen neuen Lager, räumten Möbel, Kulissen, Kamine, Stoffe und andere Theaterdekorationen an ihren Platz, während allen Helfern buchstäblich das Wasser herunterlief. Markus Mahl, Vorsitzender der 65 Jahre alten Bühne, erzählt von Lkw-Ladungen voller kaputter und maroder Requisiten, „die nun wirklich nur noch in den Müll gehören. Unser Umzug ist eine tolle Gelegenheit, endlich richtig aufzuräumen". Doch auch Wegschmeißen will gelernt sein, sagt er. „Viele Dinge; die wir jahrelang nicht benutzt haben, können bei einer neuen Produktion plötzlich wieder wichtig und wertvoll werden. Das müssen wir bedenken." Neu kaufen sei teuer, ausleihen manchmal kompliziert und bestimmte schöne Stücke bekomme man nie wieder. „Da ist eine Reparatur oft die bessere Lösung."
Mehr als 60 Mitglieder zählt die regional bekannte Hans Sachs Bühne: Vier sind Bühnenbauer, zwei Techniker, alle anderen - vom Kind bis zum Opa - stehen dann und wann auf den „Brettern, die die Welt bedeuten". Ein Hobby-„Logistiker” erstellt online den Fundus-Plan: Was ist im Lager wo zu finden? Geprobt wird in der Schule RichardLinde-Weg und demnächst auch im neuen Lager.
Aktuelles Stück der Bühne ist die plattdeutsche Komödie „Starkbeer inne Moorkaat" unter der Regie von Gerald Milinovic, dem ehemaligen Dorfsheriff, der im Februar in den Ruhestand ging. Aufführungsbeginn ist im Bergedorfer „Haus im Park" Mitte Oktober. Aber auch die Proben zum neuen Weihnachtsmärchen „Peter Pan" sind nicht mehr allzu fern. „Im Herbst geht's los", freut sich Markus Mahl. Und so viel verrät der Vorsitzende schon: „Es hat eine Menge mit einer fliegenden Hauptfigur zu tun. Das können wir im Gewächshaus super einstudieren, es ist hoch genug."
Wer Lust hat, bei den Laienschauspielern mitzuwirken, kann sich telefonisch unter 73 92 30 20 bei ihm melden.



Teilabschrift aus der BZ vom 21.09.2009

Schauspiel über das Leben der Anne Frank

Bergedorf (cr) In diesem Jahr wäre Anne Frank 80 Jahre alt geworden. Doch die Tochter jüdischer Eltern starb mit nur 15 Jahren im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Ihr Tagebuch, aufgeschrieben in dem Familienversteck in einem, Hinterhof in Amsterdam, gilt heute als einzigartiges Dokument, Anne Frank selbst als Symbolfigur aller unschuldig Verfolgten.
Jetzt führt die Hans Sachs Bühne „Das Tagebuch der Anne Frank“ auf, als Schauspiel von Francis Goodrich und Albert Hackett in einer Bearbeitung von Wendy Kesselman. Auf der Bühne wird die Geschichte der Anne Frank lebendig. In ihrem holländischen Versteck vor den Nazis sinnierte das Mädchen über das Leben und die Liebe, schwankte dabei zwischen Selbstbewusstsein und Verzweiflung, zwischen Todesangst und Lebenswillen. Nach dem Verrat des Verstecks 1944 wurden die Bewohner des Hinterhause deportiert.
Das Schauspiel ist geeignet für Kinder ab zwölf Jahren. Premiere ist am Freitag 25. September, 19:00 Uhr, in der Aula der Schule Richard-Linde-Weg. Weitere Aufführungstermine sind am 26. September (19 Uhr) und am 27. September(18 Uhr) Eintritt kostet sechs Euro, für Schüler vier Euro. Die beiden letzten Vorstellungstermine sind am 1. Oktober um 11 und 17 Uhr im Theater Haus im Park. Gräpelweg 8



Teilabschrift aus der BZ vom 11.06.2009

Locker-routiniert gespielt
Hans-Sachs-Bühne zeigte „Die wilden Hühner“ (von Holmer Stahncke)


Mit dem Kinderstück „Die wilden Hühner geben Fuchsalarm“ nahm die Hans- Sachs-Bühne außer Konkurrenz an den Jugendtheatertagen im Haus im Park teil. Die Rollen der Erwachsenen wurden von Erwachsenen gespielt – und das verstößt gegen die Regeln des Theaterwettbewerbs.
Außer Konkurrenz bedeutet, dass die jungen Akteure, die als „Wilde Hühner“ und „Pygmäen“ auf der Bühne standen, keinen Preis gewinnen können. Es bedeutet aber nicht, dass sie nicht bewertet werden. Die Jury des Lichtwark- Ausschusses war vollzählig angetreten, um die Inszenierung und die schauspielerische Leistung genau unter die Lupe zu nehmen.
Dabei wird ihnen die lockere Routine aufgefallen sein, mit der die Mädchen und Jungen zu Werke gingen. Kein Wunder, traten sie doch schon zum dritten Mal als an sich verfeindete. Aber im Ernstfall kooperierende Cliquen auf. Der Ernstfall – die Hühner von Sprottes Oma, einem Mitglied der wilden Hühner, müssen in Sicherheit gebracht werden, weil die stets schlecht gelaunte Oma sie schlachten will –war zwar nicht richtig spannend, aber das junge Publikum konnte dennoch mitfiebern und hatte etwas zum Lachen.
Auch der zweite Handlungsstrang – ein Junge der Clique Pygmäen hat Angst vor seinem Vater, weil er die Scheiben eines Baggers zertrümmert hat – wäre eher belanglos, würde der Vater nicht mit Brachialgewalt auf die beiden Cliquen, die den Junge beschützen. Losgehen. Ja die erwachsenen sind schon schlimm. Gut, dass es die mitfühlenden Mütter und eine verständnisvolle Lehrerin gibt.
Nun, für die schwache Handlung konnten die jungen Schauspieler nichts. Die geht auf das Konto der Autorin Cornelia Funke.Den jungen Schauspielern war es dagegen zu verdanken, dass das Publikum dennoch eine unterhaltsamen Theaterabend mit Action erlebte. Das Publikum bestand fast ausschließlich aus Kindern, die mit „Wilden Hühnern“ und „Pygmäen“ identifizieren konnten und das sichtlich taten. Zum Schluss gab es begeisterten Applaus.



Teilabschrift aus dem Bille-Wochenblatt vom 09.04.2009

Schlafzimmergäste bei der Hans-Sachs-Bühne

Drei Schlafzimmer nebeneinander auf der Bühne. Samstagabend. Im ersten bereiten sich Deliah und Ernest anlässlich ihres Hochzeitstages eifrig auf den traditionellen Besuch eines entsprechenden Restaurants vor. Im zweiten Schlafzimmer toben Kate und Malcolm verliebt ums Bett herum und verstecken gegenseitig Schuhe und andere Dinge unter der Decke - sie werden heute eine große Einweihungsparty geben.
Im dritten Schlafzimmer macht sich Jan zum Ausgehen startklar, während sich ihr Mann Nick, wegen seines Hexenschusses zynisch und lautstark selbst bemitleidet. Sie alle wissen noch nicht, dass ihr Abend ganz anders als geplant verlaufen wird wenn sich Susannah und Trevor als Schlafzimmergäste einfinden.
Die Handlung des neuen Stückes der Hans-Sachs-Bühne, das am 18. April um 19.30 Uhr und am 19. April um 15 und 19 Uhr im Bergedorfer Haus im Park aufgeführt wird, springt zwischen den drei Schlafzimmern hin und her, in deren Betten in dieser Nacht so einiges gefunden wird - nur kein Schlaf. Liebevoll, amüsant, und manchmal mit einem Schuss Bosheit, zeichnet Alan Ayckbourn in seinem Stück realistische und heutige Menschen- ganz so, dass es dem geneigten Zuschauer überlassen ist, hier und da schmunzelnd sich selbstwieder zu erkennen. Es spielen unter der Regie von Monika Fritz: Heidi Menßen, Walter Forstmeyer, Marc-Oliver Grabolle, Kirsten van der Sluis, Sven Mallon, Annegret Tille, Patrick Rogalski und Christina Roock. Karten zu zehn und acht Euro gibt es bei den Mitgliedern der Hans-Sachs-Bühne und bei der Theaterkasse im Karstadt-Haus am Sachsentor.



Teilabschrift aus der BZ vom 23.03.2009

Die Hans Sachs Bühne inszeniert Komödie

Bergedorf (cr). Vier Paare. Drei Schlafzimmer. Ein Samstagabend Ernest und Delia wollten eigentlich nur ihren Hochzeitstag feiern, genau wie Malcom und Kate ihre Einweihungsparty. Aber hier wie dort geht manche schief. Streit, Liebe, Eifersüchteleien wechseln zwischen vier ganz unterschiedlichen Paaren. Und in den drei Schlafzimmern, zwischen denen die Handlung hin- und herspringt, wird in dieser Nacht wird so einiges gefunden, nur kein Schlaf. „Schlafzimmergäste“ heißt die Komödie des britischen Autors Alan Ayckborn, die Regisseurin Monika Fritz für die Hans Sachs Bühne inszeniert hat. Liebevoll, amüsant und manchmal mit einen Schuss Bosheit stellt Ayckborn seine Figuren dar. Sie sind dabei so realistisch und wenig überzeichnet; dass sich mancher Zuschauer schmunzelnd selbst wiedererkennen muss. Wie sich am Ende alles für Ernest und Delia, ihren Sohn Trevor und seine Frau Susannah, Trevors Ex Jane und ihren Mann Nick sowie das junge Pärchen Malcom und Kate fügt, können Theaterfreunde am Wochenende 18./19. April erfahren.
Dann führt die Hans Sachs Bühne das Stück im Haus im Park am Gräpelweg 8 auf (Vorstellungen am Sonnabend um 19.30 Uhr, Sonntag 15 und 19 Uhr). Karten gibt es zu zehn oder acht Euro.



Teilabschrift aus der BZ vom 27.10.2008

Hans Sachs Bühne probt für Premiere

Lohbrügge (vik). Der Text sitzt, alle kennen ihren Einsatz. Trotzdem wird das Ensemble der Hans Sachs Bühne bis zur Premiere des Stückes “Mine Tante, Tine Tante“ am Sonnabend, 1. November, täglich in der Aula der Schule Richard-Linde-Weg probieren. Um 19:30 Uhr beginnt das plattdeutsche Lustspiel in drei Akten von Erhard Asmus unter Regie von Udo Kirchner im Haus im Park, Gräpelweg 8. Karten sind an der Theaterkasse im Sachsentor oder bei den Mitgliedern der Hans Sachs Bühne zu acht oder zehn Euro erhältlich. Wer am Premierenabend etwas vor hat, kein Problem: Zwei weitere Vorstellungen gibt es am 2. November, um 15 und 19 Uhr. Zuschauer können sich auf einen unterhaltsamen Mix aus Liebe, Hass, Intrige, Bauernschläue und viel Witz freuen.
Die Hoferbinnen Tine und Mine sind durch ein Testament auf Gedeih und Verderb einander ausgeliefert. Sie können sich nicht riechen—Tante Mine, die anpacken kann und auf ländlichem Boden verhaftet ist, und Tante Tine, eine „feine Dame von Welt“ mit gesicherter Existenz an der Seite ihres Mannes. Beide wollen ihren Anteil am Lindenhof und darum wird in einem beschaulichen Zimmerchen gestritten. „Es kommt zu Ränkespielen, wie sie nur das wahre Leben schreibt“, sagt Gerad Milinovic, der den Großknecht Johann spielt.



Teilabschrift aus der BZ vom 18.06.2008

Sommerputz bei der Hans Sachs Bühne

Bergedorf/ Allermöhe (04) – Keinen Frühjahrs-, sondern einen Sommerputz hat das Team der Hans Sachs Bühne ( HSB) jetzt gemacht. Wie jedes Jahr musste der Fundus des Amateurtheaters am Allermöher Deich „gesichtet, aufgeräumt und gelüftet werden“ so Vorsitzender Markus Mahl. „Nach einem abgespielten Stück werden viele Requisiten einfach da abgestellt, wo gerade Platz ist.“ Erfreulich für den“ Chef“; Es gab wieder viele freiwillige Helfer – Freunde der Bühne von sechs bis 72 Jahren. „Die HSB ist wie eine große Familie“, sagt Markus Mahl „Wir ziehen alle an einem Strang – auch beim Aufräumen“
Ordnung schaffen ist beim Sommerputz die eine Sache, eine zweite ist die Bestandsaufnahme. Wie viel Farbe ist noch da? Wie sieht es mit Tapeten aus? Haben die Stellwände die letzte Spielsaison gut überstanden? Ein Problem ist die Luft in der nicht beheizbaren Scheune. Klar, dass Kostüme und Stoffbahnen unbedingt an der frischen Luft den angestauten Muff ausdünsten müssen.
Etwas abseits von der Scheune nutzten Regisseur Udo Kirchner, Daniela Faber und Dieter Peitzner die Gelegenheit, um das Herbststück zu entwerfen. Kirchner wird das plattdeutsche Stück „Mine Tante, Tine Tante“ von Erhard Asmus einstudieren. Im Mittelpunkt stehen die Hoferbinnen Tine und Mine – die eine bodenständige Bäuerin, die andere hochnäsige Beamtenfrau. Das hat viel Konfliktpotential. Premiere ist am Sonnabend 1.November, im Haus im Park Gräpelweg 8.
Zu Weihnachten steht das Stück „Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel“ nach der Geschichte von Erfolgsautorin Cornelia Funke (Tintenherz) auf dem Programm. Das Publikum darf sich auf Engel- und Koboldpuppen, riesige Nussknacker und viel Magie freuen, wobei die Kinder dem Weihnachtsmann Julebukk im Streit mit Waldemar Wichteltod zur Seite stehen müssen.

Premiere ist am 6. Dezember im Haus im Park. Der Kartenverkauf beginnt im August.



Teil-Abschrift aus dem BILLE-WOCHENBLATT vom 22.05.2008

Hans Sachs Bühne spielt Robin Hood

cb. LOHBRÜGGE – In längst vergangenen Tragen herrschte einst ein hartherziger Sheriff über die englische Grafschaft Nottingham. Er unterdrückte das Volk bitterlich und häufte große Reichtümer an durch seine Grausamkeiten. So litt das ganze Land. Einer aber wehrte sich dagegen. Einer, dem der Sheriff glaubte, alles genommen zu haben, doch dieser eine besaß immer noch Mut, Kühnheit und Tapferkeit, und dieser eine war: Robin Hood! Wer kennt sie nicht, die Geschichte des tollkühnen Recken und seiner Mannen aus dem Walde von Sherwood? Doch nun können dessen Abenteuer auch bei uns erlebt werden, dargeboten von den Spielleuten der Hans Sachs Bühne am 23.5. (17h), 24.5. (16h), 25.5. (16h) sowie am 4.6. (11h) in der Aula der Schule Richard-Linde-Weg. Den Robin spielt Marco Dreyer, Milena May ist seine Lady Marian. Weiterhin spielen Kirsten von der Sluis als Will Scarlett, Walter Forstmeyer als Little John, Alexandra Mahl als Aisha, Daniela Faber als Much, Marco Dreyer als Robin Hood, Gerald Milinovic als König Richard Löwenherz, Claudia Michelmann als Bess, die Amme von Marian. Frank Lühte ist der böse Sheriff von Nottingham, Patrick Rogalski spielt Guy von Gisbourne. Weitere Mitwirkende sind Daniela Carvalho als Bauer und die Soldaten Monika Fritz, Marc-Oliver Grabolle, Christin Perwo und Annegret Tille. Regie führt Daniela Faber, die Kostüme fertigt Rosemarie Kirchner. Für den Bühnenbau sind WDR zuständig – Wolfgang, Dieter, Reiner. Wolfgang Fritz und Tim Böhn sorgen für Beleuchtung und Technik, Monika Fritz für die Maske und Petra Jantzen für die Requisite.



Teil-Abschrift aus der Bergedorfer Zeitung vom 14.05.2008

Die Hans Sachs Bühne zeigt „ Robin Hood“

Lohbrügge (stri). Sie häkelten Kettenhemden, ließen sich von der Metallinnung Schwerter anfertigen, hängten Lederbeutel und Holzlöffel an die Gürtel und färbten Leinenhemden grün --- alles ist perfekt für die Premiere von „Robin Hood“. Seit Januar proben die 15 Laien- Schauspieler der Hans Sachs Bühne die Abenteuer des berühmten Gesetzlosen, der den Reichen stahl und den Armen gab. Die englische Legende aus dem Mittelalter spielt im Sherwood Forest in der Nähe von Nottingham. Es war ein Fehler, der ganze verdammte Kreuzzug ein einziger Fehler. Wir waren ausgezogen, das heilige Land von den Ungläubigen zu befreien“ Mit diesen Worten von König Löwenherz (Gerald Millinovic) beginnt der Dreiakter, dessen Premiere am Freitag 23. Mai, in der Aula der Schule am Richard-Linde- Weg über die Bühne geht. „Wir haben eine Vorbühne, spielen also auf zwei Ebenen. Das hebe ich mir im Londoner Global Theater abgeguckt“ verrät Regisseurin Daniela Faber. Die Buchhändlerin steht selbst auf der Bühne und spielt den “Much“: einen Bauern, der vom König als vogelfrei verdammt wird, seit dieser in königlichen Wäldern Hasen jagte. „ Die Figur kommt auch in dem Film mit Kevin Kostner vor“, sagt Faber. Kostümfrau Rosemarie Kirchner näht noch schnell den Saum des rosa Taftkleides um, das „Lady Marian“ (Milena May) trägt. Wegen ihr, dem Mündel des Königs, streiten sich Robin Hood (Marco Dreyer) und der eifersüchtige Guy von Gisborne (Patrick Rogalski) bis aufs Schwert. Und während die Schauspieler ihre Texte üben, legt das „WDR-Team „ (Wolfgang, Dieter, Rainer) letzte Hand an den Bühnenbau, damit die Burg mit Zinnen und Burgturm allen Kämpfen standhält.

Die Premiere am 23.Mai beginnt um 17 Uhr, die folgenden Aufführungen am 24. und 25. Mai starten schon um 16 Uhr. Das Stück ist auch für Kinder ab zehn Jahren geeignet.



Teil-Abschrift aus Bergedorfer Zeitung vom 19.11.2007

Lausbubenstreiche als Weihnachtsmärchen

Lohbrügge/Bergedorf (hy) Lausbuben-Streiche präsentiert die Hans Sachs Bühne in ihrem neuen Weihnachtsmärchen: " Max und Moritz" wird am Sonnabend, 1. Dezember, in der Schule Richard-Linde-Weg und am Dienstag, 11.Dezember im Haus im Park aufgeführt. Wilhelm Buschs Geschichte bringt die Hans Sachs Bühne anlässlich des Geburtstages Dichters auf die Bühne, der sich in diesem Jahr zum 175. Mal jährt. " Das Ende der Originalgeschichte ist recht brutal, deshalb haben wir es geändert. Die Zuschauer erwartet eine Überraschung", sagt Lars Heitmann, der gemeinsam mit Christina Roock Regie führt. 13 Schauspieler hauchen den Lausbubengeschichten Leben ein, darunter sieben Darsteller aus der Jugendgruppe der Bühne. Zu ihnen zählen auch die Hauptdarsteller (beide 16 ): Lukas Jantzen spielt als Max seine erste große Theaterrolle, Jonas Zelasko (Moritz) spielte bereits die Hauptrollein "Michek aus Lönneberga". Die anderen jugendlichen Akteure stellen unter anderem Hühner, die Dorfjugend und Witwe Boltes ( Anja Holm)Hund Spitz dar. Geprobt wird seit den Sommerferien. Um Kostüme, die der Fundus nicht hergibt, kümmert sich Schneiderin Rosemarie Kirchner. Die Kulissenwerden von drei Senioren hergestellt.



Bergedorfer Zeitung vom 07.05.2007

Fach-Wechsel - Eine Komödie von Frank Pinkus

Hans-Sachs-Bühne feiert gelungene Premiere

Von Nino Seidel

Lohbrügge. Großes Theater im Theater: Was geschieht , wenn eine hysterische Diva, ein überambitionierter Nachwuchs-Star, ein verklemmter Synchronsprecher Sowie ein überforderter Regisseur auf der Bühne aufeinander treffen? Das erfuhren die etwa 70 Besucher der „Fachwechsel“-Premiere, dem neuen Stück der Hans-Sachs-Bühne, in der Aula der Schule Richard-Linde-Weg.
Die Komödie erzählt die Geschichte von Regisseur Carsten Berthold (Lars Heitmann), der ein Drei-Personen-Stück auf die Beine stellen will. Anfangs noch motiviert, glaubt er, seine Traumbesetzung gefunden zu haben. Die Proben gestalten sich jedoch schwierig: Die ebenso renommierte wie exzentrische Schauspielerin Eva Winterstein ( Kirsten van der Sluis) lässt sich von niemandem etwas sagen. Erst recht nicht von Nachwuchstalent Sarah Schulz ( Sabrina Willmann).
Ständig muss der überforderte Regisseur zwischen den „ Streithennen“ vermitteln – schließlich treffen zwei Welten aufeinander: Alt, gegen Jung, Theater gegen Film, Tradition gegen Innovation. Aus diesem Spannungsverhältnis entwickelte sich ein rasantes, witziges Stück, das das Publikum oft in schallendes Gelächter ausbrechen ließ. Unter anderem auch wegen der Auftritte des Synchronsprechers Hardy gespielt von Frank Lüthe.
Am stärksten war das Stück, wenn alle Akteure gemeinsam auf der Bühne agierten. Sie ließen ihre Charaktere auch Schwächen und Selbstzweifel offenbaren: Bin ich noch gut genug für die Bühne? Was mache ich aus meinem Leben, wenn ich es nicht bin?
Auch für Regisseurin Christina Roock war die Inszenierung ein „Fachwechsel“. Nach 13 Jahren als Mitglied des Ensembles ist dies ihr erstes Stück als Regisseurin. „ Ich wollte mehr als nur Schenkelklopfer. Eine Komödie braucht auch einen ernsteren Sinn“, sagt Christina Roock. …..

Soweit Textauszüge von Nino Seidel

Weitere Aufführungen fanden statt im Haus im Park, im Kulturzentrum Lola.

Stand: 15.07.2013 - Copyright © Hans Sachs Bühne Bergedorf e.V. von 1946